Wie groß ist ein Bild?

von Alexander Schwirjow

Was ist denn ein "Bild"

Wenn es um Druck geht - ein Haufen Punkte auf einer Fläche. Im digitalen Bereich - ein Haufen Pixel auf einer Fläche. Da hat man schon den ersten Unterschied - Pixel ≠ Punkt. Punkte und Pixel hin oder her - ein Bild ist ein Haufen Farbkleksen.

Und wie groß soll es denn sein?

Das Papier wird in der Regel mit 300 Punkten pro Zoll, grob gesagt 2,54cm bedruckt, die Bildschirme hatten mal 72 Pixel pro Zoll. Heute unterscheidet es sich stark - dank der mobilen Geräten und 4k-Fernsehern haben wir alles mögliche - der durchschnittliche Smartphone ist in der Regel dichter als Papier.

Man könnte also glauben, je größer die Auflösung desto besser. Nix da - Auflösung hat mit der Qualität nur indirekt was zu tun. Spucken sie deswegen dem nächsten Verkäufer, der Ihnen zu erklären versucht, dass die Kamera bei dem iPhone 20 besser ist, als die von Canon a700 DSLR, weil die mehr Megapixel hat, demonstrativ ins Gesicht. Die Auflösung besagt nur, wie viele einzelne Punkte das Bild enthält, ob die verschwommen, verrauscht oder alle gleich sind, ist davon unabhängig.

Somit lautet die Lösung - so groß, dass es auf dem Zielmedium dargestellt werden kann. 

Ein Bild sagt mehr, als Tausend Worte

Mag sein, ist aber auch mehr als Tausendmal größer, wenn man den Datenvolumen betrachtet. Beispiel - ein Bild vom Hängebauchschwein Rudi ist im RAW-Format 15 Mb groß. Zum Vergleich - "Romeo und Julia" von William Shakespeare ist 146 Kb in reiner Textform. Im Roman sind es 23355 Wörter, 0.00625 Kb pro Wort also. Somit sollte das Bild vom Rudi mehr als 2.457.073 Wörter sagen, um den eigenen Datenvolumen zu gerechtfertigten.

Hängebauchschwein Rudi in seiner natürlichen Umgebung
Der Rudi ist sich seiner Wichtigkeit bewusst

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